Provence 2007 

Willkommen im Land des Lichts - Über die Grande Alpes bis in die Provence


Text: Peter Jänich
Fotos: Diana Herzel, Peter Jänich
veröffentlicht in der Zeitschrift TrikerSzene - Heft III/2007

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 Freitag, den 27.07.2007 
das Trike ist gesattelt Es ist endlich Freitag, der Urlaub fängt an. Die Taschen sind gepackt, das Trike ist gesattelt und wir machen uns auf den Weg in Richtung Bodensee.
Heute Abend wollen wir gute alte Freunde treffen und wie gewöhnlich auch ein paar neue Gesichter kennen lernen. Die "Alten Herren" treffen sich, wie jedes Jahr, zu einer gemeinsamen Stippvisite irgendwo im Lande der Genießer und des Weines.
Frankreich - genauer gesagt die französischen Alpen bis hinunter in die Provence, das war diesmal unsere Reiseroute. Wer einmal dort gewesen ist, den lässt die faszinierende Landschaft und das magische Licht der Provence nicht mehr los. Deshalb war es an der Zeit, mal wieder aufzubrechen.
Nach den Tagen des Regens und der Kälte hat wohl irgend jemand Erbarmen mit uns und beschert uns eine trockene Anreise über unendlich lange Autobahnen bis hinunter nach Meersburg am Bodensee. In unserem Stammhotel "Rebstock" in Stetten beziehen wir Quartier und es wird ein lustiger Abend mit alten Geschichten, viel Wiedersehensfreude und dem guten Gefühl, unter Freunden zu sein.
 Samstag, den 28.07.2007 
das Hotel Aux Gorges du Chéran Die erste Nacht ist vorbei. Wir haben uns sehr zeitig aus den Federn gerollt. Noch vor dem üblichen Strom reisefreudiger Bodensee-Touristen wollen wir mit der Fähre von Mersburg nach Konstanz übersetzen. Tatsächlich winkt uns das freundliche Personal als erstes auf das Schiff.
Es ist eine bunt gemischte Truppe aus Motorradfahrern, einem Trike und entgegen allen Gewohnheiten sogar mit einem Auto im Schlepptau, dass aus gesundheitlichen Gründen als Transportmittel herhalten muss. Toni, unser tourgeprüfter BMW-Fahrer, hat plötzlich süßes Blut. Der Doc hat ihm kurzer Hand das Fahren verboten. Aber er hat auch eine liebe Frau, die ihn kurz entschlossen als Beifahrer die Tour erleben lässt. Unterwegs werden wir Ihre Silberne Hochzeit feiern.
Die Fähre setzt uns wohlbehalten am Konstanzer Ufer ab und wir erreichen ohne Probleme unseren ersten Tankstopp in der Schweiz. Die Schweiz ist ein schönes Reiseland, aber diesmal nicht unser Ziel. Deshalb durchqueren wir das Land der Eidgenossen recht zügig über die Autobahn A1 via Zürich, Bern, bis hinunter nach Genf. Über die Grenze verlassen wir die Autobahn und fahren ganz entspannt via Annecy nach Seynod.
die Felsschlucht des Chéran Wer sich für die Marke Harley Davidson interessiert, der sollte sich zu einem kurzen Besuch beim dortigen Harley-Händler hinreißen lassen. Neben den bekannten Serienmodellen stehen dort immer eine ganze Palette von Umbauten zum Verkauf und nebenan kann man im Harley-Cafè stilvoll eine Riesenportion Spareribs verdrücken. Standesgemäß hat das natürlich auch alles seinen Preis und so schlägt die 0,2l Flasche Sprudel mit 3,70 € zu Buche.
Nicht mehr weit und wir erreichen das kleine Dorf Gruffy. Der Ort an sich hat nicht viel zu bieten, aber kurz nach dem Ortsausgang endet die Straße unvermittelt an einer sehenswerten Hängebrücke. Es ist die Pont de l'Abîme, die die Felsschlucht des Flüsschens Chéran in 98 m Höhe überspannt. Der Blick von der Brücke in die Schlucht ist sehenswert und unmittelbar daneben, malerisch eingebettet in den grünen Dschungel, liegt unser heutiges Tagesziel: das Hotel Aux Gorges du Chéran.
Der noch fehlende Rest der Gruppe findet sich im Verlaufe des Tages auf direktem Wege hier ein. Frank und sein Vater haben ihre Bikes von Köln bis hier her auf dem Autoanhänger geschleppt und sind sichtlich erleichtert, die Tour von nun an auf zwei Rädern genießen zu können. Auf dem Rückweg werden wir wieder hier nächtigen und so kann der Hänger in guter Obhut zurück gelassen werden.
Die "Alten Herren" waren schon öfter in Gruffy zu Gast und so bereitet uns der Wirt ein erstklassisches französisches Menü, dass allein durch den Hochgenuss eines exzellenten "Fromage Blanc" als krönendes Dessert für die Strapazen des Tages entschädigt. Zur Feier des Tages spendiert er uns dazu einen Rotwein, wie man ihn eben nur in Frankreich zu trinken bekommt. Merci beaucoup, Monsieur Savary!
 Sonntag, den 29.07.2007 
Grande Alpes Das Wetter meint es ja schon von Anfang an gut mit uns. Wenn einem aber der morgendliche Blick gen Himmel ein einheitliches Blau beschert, während die Heimat von Regen und Kälte geschüttelt wird, kann man das Urlaubsgefühl erst so richtig genießen.
Ab sofort beginnen jetzt die Tage des typisch französischen Frühstücks: Weißbrot ohne Ende, ein bisschen Butter und Marmelade, das unverzichtbare Croissant und Milch mit etwas Kaffee drin. Ich weiß schon heute, dass ich spätestens in drei Tagen von einem Frühstücks-Ei träumen werde. Aber ich weiß auch, es wird ein Traum bleiben!
Wir verlassen unsere gastliche Herberge und machen uns auf, die französischen Alpen zu erklimmen.
Auch Frank und sein Vater reihen sich von heute an in die Gruppe ein. Doch die Freude währt leider nicht all zu lange. Bereits nach 70 km gibt eine ihrer Maschinen den Geist auf. Es hilft alles nichts, der ADAC bringt Männer und Maschine wieder zurück nach Gruffy. Die beiden werden den Rest der Reise im Auto erleben.
Grande Alpes Pässe fahren ist für geübte Motorradfahrer an sich kein Problem und eher ein absoluter Fahrspaß. Auf dem Trike sieht das schon etwas anders aus. Wer es selbst noch nicht probiert hat, dem sei eine kleine Eingewöhnungsrunde angeraten, bevor man sich in längerer Abfolge von Pass zu Pass hangelt. So eine Spitzkehren-Rallye verlangt dem Fahrer einiges ab und mit der Zeit werden die Arme lang und länger. Trotzdem macht das Ganze natürlich einen heiden Spaß und hat man sich erst einmal daran gewöhnt, ist der Suchtfaktor nicht zu unterschätzen.
Einige unserer Pässe sind gerade in den letzten Wochen zum Teil zu trauriger Berühmtheit gelangt, waren sie doch Austragungsort der Dopingfestspiele schlechthin. Überall auf den Passstrassen kann man die aufgesprayten Namen großer Radfahr-Legenden lesen. Dennoch beschleicht einen dabei ein Gefühl des Unwohlseins, muss man doch vermeintlich aufpassen, sich die Reifen nicht an den am Wegesrand zurückgelassenen Doping-Spritzen zu zerstechen. Wie dem auch sei, wir haben sie alle erklommen: den Col Du Frêne (990 m), den Col Du Glandon (1974 m), das Croix de Fer (2067 m), den Col Du Télégraphe (1566 m), den Col Du Galibier (2656 m) und den Col Du Lautaret (2058 m).
Danach zieht sich unsere Route auf relativ gerader Strasse hinunter nach Briancon. Der Ort ist schnell durchquert und wir erreichen unser heutiges Tagesziel, das Hotel La Borne Ensoleillée in Arvieux. Man bereitet uns ein ordentliches Menü und meine herzallerliebste Mitfahrerin macht zum ersten mal ganz verzückt Bekanntschaft mit einer ausgezeichnet zubereiteten Crème brûlée. Mittlerweile verfügen wir diesbezüglich über ausreichend Rezeptmaterial.
Die Meute ist geschafft von den Anstrengungen der Berge und so fallen wir nach wenigen schöngeistigen Getränken ermattet in den Schlaf.
 Montag, den 30.07.2007 
Col de Vars Auf, auf zu neuen Pässen! Der Col d'Izoard (2360 m) wollte erklommen sein und auch vom Gipfel des Col de Vars (2111 m) bieten sich herrliche Ausblicke bei allerbestem Urlaubswetter. Leider verlassen wir den Gipfel ein paar Augenblicke zu früh, so dass wir kurz darauf nur lauthals grüßend an einer Gruppe deutscher Triker vorbeifahren können, die den Berg von der Südseite her erklimmen. Es waren alte Bekannte darunter, was wäre das für ein Hallo gewesen. Nach kurzer Rast und einem guten Café führt uns Michael, unser Tourguide, über eine landschaftlich schöne Strecke über die vorerst letzten Gipfel der Grandes Alpes, den Col de Cayolle (2326 m) und den Col de Champs (2045 m). Wir erreichen Colmars und passieren anschließend den oberen Stausee des Verdon.
Von nun an geht's bergab. Die Landschaft verwandelt sich Meter um Meter in die so typisch provencalische Landidylle aus urigen Steinbauten und endlosen Lavendelfeldern, derentwegen wir den langen Weg angetreten haben.
Michael hat ein neues Hotel ausgemacht. Wir werden sofort hellhörig, als wir in fast perfektem Deutsch begrüßt werden. Eigentlich ist das in Frankreich eher unüblich. Unsere Wirtsleute sind aus Holland eingewandert und bauen sich hier seit einigen Jahren erfolgreich eine Existenz auf. Das erklärt natürlich alles. Das Hotel Bellevue in Beauvezer wird von verschiedenen Motorradzeitschriften als empfehlenswertes Tourenfahrer-Hotel eingestuft. Ich kann diese Einschätzung nur bestätigen. Die meisten Zimmer sind gerade erst neu renoviert worden und in unserer Suite riecht es noch nach frischer Farbe.
Die Frankreich-Neulinge in der Truppe machen am Abend das erste Mal Bekanntschaft mit der Tatsache, dass ein Rindersteak hier auch dann noch kräftig blutet, wenn es "bien cuit" (eigentlich: durchgebraten) bestellt wird. Ein guter französischer Koch wird sich immer weigern, ein saftiges Stück Fleisch auf dem Rost vertrocknen zu lassen.
 Dienstag, den 31.07.2007 
Grand Canyon du Verdun Schon wieder erwachen wir bei herrlichem Sonnenschein. Rudi, einer unserer ältesten Mitstreiter, verlässt uns planmäßig gen Heimat.
Unser Weg führt uns heute in den Grand Canyon du Verdun. Der Canyon ist ein gigantisches Naturerlebnis. Bis zu 700 Meter steigen aus der Schlucht die Felswände senkrecht nach oben. Rings um die Schlucht führt eine Passstrasse, die mit zahlreichen Aussichtspunkten gespickt ist. Jeder davon ist einen Stopp wert und bietet unvergessliche Aussichten, die das Herz eines jeden Naturfreundes höher schlagen lassen. Aus meiner Sicht gehört der Canyon zu den einzigartigen Orten in Europa, die man in seinem Leben einmal gesehen haben sollte. Leider lassen sich die visuellen Eindrücke von diesem faszinierenden Stück Natur nur sehr schwer auf Fotos wiedergeben. Man muss es einfach selbst gesehen haben.
Gordes Ein Zwischenstopp in Greoux les Baines beschert einigen von uns die erstmalige Gelegenheit, ein Lavendeleis zu probieren. Für mich ist das nichts und ich vermute, der "Lavendelgeschmack" wird mehr über die starke Parfümierung erzeugt, als tatsächlich durch etwas, was man schmecken kann. Im Prinzip gibt es hier nämlich nicht viel, was nicht in irgend einer Form mit Lavendel zu tun hat.
Wir fahren weiter in Richtung Apt, passieren die Ockerbrüche von Roussillon und zwängen uns durch die engen Gassen des historische Bergdorfes Gordes. Am späten Nachmittag erreichen wir schließlich unser Quartier für die nächsten drei Nächte. Das Hotel La Bergerie in Joucas erweckt zunächst einen phantastischen Eindruck. Eine weitläufige Ferienanlage mit großem Pool und sehr komfortablen Zimmern. Der Wirt begrüßt uns mit einem frisch gezapften Bier, womit er bei mir sofort ein paar Pluspunkte sammelt. Der Service ist bestens und eigentlich müsste man absolut zufrieden sein, wenn ... ja wenn hier nicht spätestens um 22.00 Uhr buchstäblich das Licht gelöscht würde! Am Fuße eines kleinen Bergdorfes gelegen ist das Nachtleben verständlicher Weise auch nicht sonderlich ausgeprägt. Und so muss man sich eben selbst etwas einfallen lassen, den Tag bei Kerzenschein und ein paar Flaschen Wein aus dem Supermarkt etwas zu verlängern.
 Mittwoch, den 01.08.2007 
Blick vom Mont Ventoux Traum eines jeden Radfahrers ist es wohl, einmal den Mont Ventoux zu bezwingen. Von unten schwört man Stein und Bein, dass der Gipfel mit Schnee bedeckt ist. Oben angekommen stellt man sehr schnell fest, dass es sich dabei nur um sehr helles Gesteinsmaterial handelt, von dem hier eine Menge herum liegt. Pflanzen wachsen hier nicht und so prägen diese Geröllhalden den Anblick dieses weithin sichtbaren monumentalen Gipfels. Im Gegensatz zu den hinter uns liegenden Bergspitzen der Grandes Alpes gestaltet sich die Auffahrt zum Mont Ventoux etwas angenehmer. Die Passstrasse ist gut ausgebaut und sehr übersichtlich. So stören auch die zahlreichen Radler nicht sonderlich, die in Heerscharen dem Gipfel entgegen strampeln. Kurz unterhalb der Bergspitze bietet sich uns die Gelegenheit, in Ruhe einen Kaffee zu schlürfen, bevor wir weiter himmelwärts stürmen. Oben angekommen überkommt einen unweigerlich das Gefühl, man befände sich mitten auf einem orientalischen Basar. eine riesige Touristenfalle Meterlange Stände mit Süßigkeiten und Touristen-Schnickschnack in jeder Form ziehen den Leuten das Geld aus der Tasche. Ich leiste mir ein paar Büffelwurstknacker, knabbere vor mich hin und genieße die grandiose Aussicht. Der Berg ist die höchste Erhebung weit und breit und bietet bei schönem Wetter einen unvergleichlichen Rundblick auf das Umland.
Neue Touristen schieben nach und so beginnen wir schon bald mit dem Abstieg.
Michaels Maschine bekommt der lange Weg ins Tal nicht sonderlich gut. Die Bremsen werden heiß und so nutzen wir die Zwangspause im Tal zu einem kleinen Snack. Es ist erstaunlich, was man in Frankreich unter dem Begriff "Salatteller" alles aufgetafelt bekommt. Selbst der kleinste Dorfgasthof versteht sich darauf, aus wenigen Zutaten einen Augenschmaus zu zaubern.
Den Rückweg nutzen wir für einen kurzen Abstecher in die Auberge de Lioux. Vor fünf Jahren war ich hier ein paar Tage zu Gast und Jaques, der kauzige Wirt, erkennt mich noch immer. Wir hätten gern wieder hier übernachtet, leider war die Anzahl der Zimmer für unsere Gruppe nicht ausreichend. Also fahren wir wieder zurück nach Joucas. Nach einem ausgiebigen Menü nutzen wir den Rest des Tages dazu, unseren Rotweinbestand aus dem Supermarkt etwas zu verkleinern.
 Donnerstag, den 02.08.2007 
Saintes-Maries-de-la-Mer Für den heutigen Tag hatten wir uns eine Tour in die Camargue nach Saintes-Maries-de-la-Mer vorgenommen. Die Camargue ist das Gebiet zwischen den beiden Mündungsarmen der Rhône und damit das größte Flußdelta Europas. Sie ist bekanntermaßen das Land der weißen Pferde und der schwarzen Stiere. Zumeist unblutige Stierkämpfe sind hier an der Tagesordnung und in fast jedem Ort weisen unzählige Plakate auf das nächste diesbezügliche Ereignis hin. Bilden die zahlreichen Touristen aus aller Welt am Straßenrand Grüppchen, dann sind meist die Flamingos nicht weit. Man kann sie freilebend an den weitläufigen Stränden und Brackwassertümpeln beobachten. Aus dem Meerwasser wird ein spezielles Salz, das Fleur de Sel gewonnen, das man überall in der Camargue zu wahrhaft "gesalzenen" Preisen erstehen kann. Kulturhistorisch interessant ist der Ort Aigues-Mortes, der von einer umlaufenden Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert umschlossen wird. Da wir Aigues-Mortes bereits bei einer früheren Tour kenne gelernt hatten, ersparten wir uns angesichts der Heerscharen von Touristen einen erneuten Besuch.
Saintes-Maries-de-la-Mer Saintes-Maries-de-la-Mer, der Endpunkt unserer heutigen Etappe, erlebt einmal im Jahr ein Großereignis, bei dem tausende Zigeuner aus allen Teilen Europas in die Stadt pilgern. Sie alle kommen zu Ehren der Schwarzen Sara, ihrer Schutzpatronin. Am 24. und 25. Mai jeden Jahres werden bunt gekleidete Statuen der heiligen Sara in einer Prozession feierlich ans Ufer getragen und mit Meerwasser benetzt.
Aber auch außerhalb dieses Ereignisses ist Saintes Maries einen Besuch wert. Es duftet nach allerhand Gebackenem und Gebratenem, nach tausend verschiedenen Gewürzen und bunte Läden in kleinen, engen Gässchen laden zum Bummeln ein. Ein Tässchen "petit noire" an der Uferpromenade genossen ist ebenfalls nicht zu verachten.
Letzten Endes war es auch ein stolzes Gefühl sagen zu können: Unser Trike hat heute am Strande des Mittelmeeres gestanden.
Der Rückweg ins Hotel beschert uns noch eine Panne. Michaels Maschine streikt und muss vom ADAC begutachtet werden. Auch Kurt, unser Goldwing-Opa, erleidet einen kleinen Auffahrunfall. Schuld war ein autofahrender Engländer, der mit der kontinentalen Linkslenkung seines Leihwagens wohl etwas überfordert war. Die Goldwing hat's gut überstanden, der Leihwagen eher nicht.
 Freitag, den 03.08.2007 
Lavendelfelder in der Provence Rückreise ist angesagt. Michaels Maschine ist noch immer nicht einsatzbereit. Deshalb lassen wir uns heute von Marion im Auto navigieren.
Sie macht ihre Sache ganz wunderbar und führt uns zielsicher auf kurzem Weg über Grenoble zurück nach Gruffy.
Unterwegs überrascht uns die französische Luftwaffe unerwartet mit einer Flugschau über dem Lac du Bourget, bei der sich mir noch heute die Nackenhaare aufstellen. In Deutschland undenkbar (und das aus gutem Grund) donnern die Maschinen im Tiefflug über den See und über die nahe gelegene Schnellstrasse. Der See ist eingerahmt von Bergen, was die Piloten aber nicht daran hindert, die ganze Palette ihrer Kunststücke darzubieten und im Formationsflug die Tricolore in den blauen Himmel zu malen. So sind sie eben, die Franzosen! Der ADAC hat es gut mit ihm gemeint und so findet auch Michael mit etwas Verspätung den Weg in unser Quartier.
Wir beschließen den Tag mit einem letzten, wunderbaren Menü von Monsieur Savary, gönnen uns zum Abschied einen Chartreuse und verabschieden uns schweren Herzens von lieb gewonnenen Menschen.
Während der Rest der Gruppe noch mal Zwischenstopp am Bodensee einlegen will, werden wir morgen früh ganz zeitig die Heimreise antreten. Uns stehen fast tausend Kilometer bevor. Wir werden vier Länder an einem Tag bereisen und am Ende mit ein wenig Wehmut an eine wunderbare Woche zurückdenken. Eine Woche unter Freunden und voll mit Erlebnissen der ganz besonderen Art.
 Informationen 
Hotel Aux Gorges du Chéran / Gruffy
Anschrift:Aux Gorges du Chéran, Pont de l'Abime, 74540 Gruffy
Telefon:+33/450525113
Hotel La Borne Ensoleillée / Arvieux
Anschrift:La Borne Ensoleillée, La Chalp, 05350 Arvieux
Email:la.borne@online.fr
Web:http://www.la-borne-ensoleillee.fr
Hotel Bellevue / Beauvezer
Anschrift:Hotel Le Bellevue, Place du Village, 04370 Beauvezer
Telefon:+33/492835160
Web:http://www.lebellevue.eu
Hotel La Bergerie / Joucas
Anschrift:Hotel Restaurant La Bergerie, 84220 Joucas
Telefon:+33/490057873